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Reviews
Watching The Closing Sky (7.5 out of 10)
Rocktimes -  Michael Knoppik (review in German)
Im Jahre 2008 haben sich Profuna Ocean gegründet. Genremäßig haben sie sich für den Progressive Rock entschieden. Und diesen spielen sie durchaus gut. Es ist nicht allzu viel Gefrickel zu hören, auf der anderen Seite wird auch nicht sinnlos rumgedudelt.

Raoul Potters, der Gitarrist und Sänger, schreibt die Texte sowie einen Großteil der Musik, wobei sich alle drei anderen Bandmitglieder anschließen.

Krummtaktige Gitarrenloops, eine Portion Druck und Drive in der Rhythmik. Viel Dynamik, verhaltene Keyboards im Hintergrund, nochmals krummtaktige Gitarrenloops und nun einläutender Gesang. So beginnt diese Scheibe von Profuna Ocean. Das Stück bleibt während seinen sieben Minuten durchaus interessant, auch wenn das Tempo zeitweise sehr schleppend wird. Dafür geht es auch mal mit harten Gitarren ganz ordentlich ab.

Verhaltene Drums und Bass läuten das zweite Stück ein. Der Gesang ist ruhig, die Gitarren clean. Keyboards treten hinzu, der Gesang weiterhin sehr verhalten, aber durchaus emotional. Nach einer guten Hälfte kommt dann auch das schon gar nicht mehr erwartete Gitarrensolo. Danach wird's wieder sehr rhythmisch, und ich muss bei den Gitarrenriffs und den elektronischen Spielereien mal wieder an Porcupine Tree denken.

Nach diesem Intermezzo kehren die cleanen Gitarren und der spannende Gesang zurück, während die Orgel im Hintergrund soliert. Am Ende gibt es über einem treibenden, spannenden Rhythmus ein abschließendes, alles auflösendes Gitarrensolo. Sowas nenn ich guten Prog, auch wenn hier nur bereits Gewohntes geboten wird, trotzdem macht es sehr viel Freude, zuzuhören.

Der siebenminütige, mit Synthiechören und Naturgeräuschen beginnende Track "Sad Silhouette" ist durchweg ruhig gehalten. Er wirkt trotzdem interessant und sogar ein wenig spannungsgeladen, obwohl es sich hier um das schwächste Stück der Platte handelt. Es ist aber als Ruhepunkt des Albums zu sehen, bevor Profuna Ocean nochmals all ihre Stärken auffahren.

Mit dem vierzehnminütigen Longtrack "S.C.I.T.S." stellt die Band nochmals all ihre Prog-Fähigkeiten vor. Von atmosphärischen und kreativen Synthie-Einlagen über melodische Gitarren, verhaltenen und druckvolleren Drums bis hin zu abwechslungsreiche Rhythmen, mitreißendem Gesang, harmonischen Gitarrensoli und ausgedehnten Instrumentalpassagen. Das Stück hat für mich einen ähnlichen Stellenwert wie der Abschlusstrack "Summerland" auf dem gleichnamigen Album von Poor Genetic Material. Dies liegt sowohl an der Dynamik, als auch an der Länge und Lage des Stückes, aber auch an einigen anderen Faktoren. Übrigens bedeutet der Titel nichts anderes als den Text des Refrains »Sadness crawled inside the summer«. So etwas darf sich tatsächlich Progressive Rock nennen. Das Genre wird zwar auch hier nicht neu erfunden. Aber es ist Musik, die packen kann. Endlich mal wieder ein spannendes Album!